IT-Experte warnt vor Betrug bei der Briefwahl

Auf einer Computer-Konferenz in Köln demonstrierte der Informatiker im Juli, wie er mit Scanner, Drucker und Computer innerhalb weniger Stunden Briefwahlunterlagen täuschend echt fälschen kann. “Wer sich die Wahlordnung genau durchliest, merkt schnell, worauf man achten muss, damit bei der Auszählung nichts auffällt”, sagt der 42-Jährige.

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Der Vortrag zeigt praxisnah die komplette “Eigenherstellung” der deutschen Briefwahlunterlagen, inklusive der Stimmzettel, Wahlscheine, Stimmzettel- und Wahlbriefumschläge.

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Sonderbare Stellungnahmen zu einem denkwürdigen Wahlergebnis

 

Sehr geehrte Frauen Kolleginnen, sehr geehrte Herren Kollegen,

die Wahl 2012 zur Zahnärztekammer Berlin ist gelaufen.

Sie kennen das Ergebnis.

Gewählt haben nur 2062 von 5348 Kammerangehörigen der Berliner Zahnärztekammer. Damit war die Wahlbeteiligung mit 38,56 % so niedrig wie noch nie.

Von den abgegebenen Stimmen waren 339 ungültig, da sie die rechtlichen Formerfordernisse nicht erfüllten (z.B. Wahlschein im gemeinsamen Umschlag mit Stimmzettel oder der Wahlschein fehlte ganz). Diese Wahlbriefe durften entsprechend der Wahlordnung nicht geöffnet werden. In den regulär geöffneten Stimmzettelbriefen waren (nur) noch weitere 6 Stimmabgaben ungültig.

Die Zahl der ungültigen Stimmen hat sich gegenüber der letzten Wahl fast versiebenfacht!

Wer kann das erklären?

Als erster hat es der Verband der Zahnärzte von Berlin versucht:

  • Die hohe  Anzahl von ungültigen Stimmen (345), sind sicher ein Ausdruck des Protestes gegen den Zusammenschluss des Oppositionsblocks.

Da stellt sich doch die Frage: Woher weiß der Verband, dass die, die ihre Wahlbriefe ungültig gemacht haben, frühere Oppositionsparteien gewählt hätten, wenn diese sich nicht zu einem Block zusammengeschlossen hätten?

Besonders „bemerkenswerte“ Wahleinschätzungen gab auch der amtierende Präsident der Zahnärztekammer ab:

  • Die Basis interessiert sich eher wenig für die Arbeit ihrer Zahnärztekammer und fühlt sich nicht angesprochen, sich durch Wahlstimmen an der Gestaltung zu beteiligen. (Schmiedel)

oder noch „origineller“:

  • Man könnte auch die Alltagserfahrung berücksichtigen, dass sich in der Regel nicht meldet, wer eigentlich ganz zufrieden ist, sondern eher diejenigen, die etwas verändern wollen. So gesehen ist eine niedrige Wahlbeteiligung auch ein Signal an den Vorstand, dass dieser mit seiner Arbeit eine grundsätzliche Zufriedenheit ausgelöst hat. (Schmiedel)

Nur der Vorstandsvorsitzende der KZV brachte seine Genugtuung und Erleichterung über das (nach)denkwürdige Wahlergebnis in einem Leitartikel im Mitteilungsblatt der Berliner Zahnärzte (MBZ)  zum Ausdruck.

Mit einer nachträglichen Verunglimpfung der Union 2012 und in beeindruckender zeitlicher Nähe zur Stimmauszählung, freute er sich zu vermelden:

  • Die bekannten Wutbürger können nun ihre Empörungs- und Entrüstungszeremonien bis zur nächsten Wahl einstellen. (Husemann)

Von der immerhin bemerkenswerter Erkenntnis des  Vorsitzenden des Verbandes der Zahnärzte von Berlin (VdZvB), dass das Wahlergebnis uns allen „Gewissensbiss“ (Kopp) sein sollte, ist bei ihm nichts zu lesen.

Haben Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen, eine bessere Erklärung?

Halten auch Sie es für denkbar, dass sich die Zahl der Kolleginnen und Kollegen, die nicht in der Lage sind, eine genauestens beschriebene Wahlanleitung nachzuvollziehen, sich seit der Kammerwahl 2008 versiebenfacht hat? Das wäre dann allerdings in der Tat deprimierend.

 

Dr. H. Dohmeier-de Haan

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Einladung

Mehr Prävention ist die beste Antwort auf die demografische Entwicklung

DAZ-IUZB-Tagung befasst sich mit

Ergebnissen der zahnmedizinischen Versorgungsforschung

Troisdorf, den 06.07.2013 – Für den 21. September 2013 laden die beiden zahnärztlichen Verbände Deutscher Arbeitskreis für Zahnheilkunde (DAZ) und Initiative Unabhängige Zahnärzte Berlin (IUZB) im Rahmen ihrer Jahrestagung in Berlin zu einer Fortbildung ein. Das Thema ist „Die zahnmedizinische Versorgung in Gesellschaften längeren Lebens – zur Bedeutung der Prävention, insbesondere bei älteren Menschen“. Alle Interessierten – auch Nicht-Zahnärzte – sind herzlich willkommen.

Die demografische Entwicklung in Deutschland führt zu einer stetigen Zunahme des Anteils alter und sehr alter und zum Teil auf umfangreiche Hilfe angewiesener Menschen. Wie der Referent, Prof. Dr. Gerd Glaeske von der Abt. für Gesundheitsökonomie, Gesundheitspolitik und Versorgungsforschung der Universität Bremen, darlegen wird, lassen sich aus der Versorgungsforschung klare Erkenntnisse für die zahnmedizinische Betreuung dieser Bevölkerungsgruppe ableiten. Gerade bei betagten und gesundheitlich eingeschränkten Personen muss die Vermeidung oraler Erkrankungen durch Prävention erste Priorität genießen. Da viele Menschen mit Handicap bzw. chronischen Krankheiten nicht mehr in der Lage sind, sich selbst um ihre Mundgesundheit zu kümmern, gilt es, Unterstützungsmöglichkeiten zu schaffen. Mehr zu Versorgungsnotwendigkeiten und –konzepten, zu interdisziplinärer Zusammenarbeit, zu Studienergebnissen und Erkenntnissen aus der Praxis erfahren Sie aus dem Vortrag von Prof. Glaeske sowie der anschließenden Diskussion. Zahnärzte erhalten für die Teilnahme Fortbildungspunkte. Weitere Details zu der Tagung liefert der beigefügte Flyer.

Info und Anmeldung:

Deutscher Arbeitskreis für Zahnheilkunde (DAZ)

Kaiserstr. 52, 53840 Troisdorf

Tel. 02241/97228-75, Fax 02241/97228-79

Mail kontakt@daz-web.de, Internet www.daz-web.de

 

 

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Niedrigzinsen werden Apobank zur Last

 

“(…)Mir graut es vor der Vorstellung, dass ausgerechnet die auch noch das Geld aus unserem Versorgungswerk verwalten.”

und bevor Sie sich mit diesem “Nebelkerzen-Artikel” des Verbandes der Zahnärzte von Berlin zufrieden geben,

 

 

 

 

 

 

lesen Sie bitte auch:

“(…)Der APO-Bank ist nach eigenem Bekunden seit dem Jahr 2001 bekannt, dass regelmäßig die Zinsen bei Zinsanpassungen unkorrekt angepasst werden.”

sowie die wenig aussagekräftige Selbsteinschätzung der Bank:

Moderate Erwartungen an das Geschäftsjahr 2013

 

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