KZV-Wahlen in Bayern und Baden-Württemberg: Keine Mehrheiten für Freien Verband

Die Wahlzettel für die Zusammensetzung der Vertreterversammlungen in Bayern und Baden-Württemberg in der Legislaturperiode 2011 bis 2016 sind ausgezählt. In beiden Bundesländern konnte der Freie Verband Deutscher Zahnärzte e.V. (FVDZ) keine Mehrheit in der VV erreichen, in Bayern fiel das Votum allerdings denkbar knapp aus – siehe unten abgedruckte PM des FVDZ Bayern. Somit dürfte der FVDZ auch bei der Besetzung der Vorstandsposten keine Rolle spielen.

Während die Zuordnung zu den Lagern im südlichsten Bundesland klar und eindeutig ist, muss man in B-W schon Insider sein, um bei Listennamen wie „Offene Liste Nord-Württemberg“, „Zahnärzte Südbaden”, „Liste für einen starken Bezirk Karlsruhe“ und „Unabhängige Zahnärzte für Baden-Württemberg“ eine Differenzierung nach politischer Couleur vornehmen zu können. So kandidierte beispielsweise der FVDZ-Bundesvorsitzende Dr. Karl-Heinz Sundmacher (erfolgreich) auf der „Liste für einen starken Bezirk Karlsruhe“. Insgesamt stellt der FVDZ hier jetzt wohl 23 von 50 Delegierten zur VV.

Den Wahlausgang in Bayern kommentiert der dortige FVDZ-Landesverband so:

FVDZ in Bayern verfehlt nur knapp die Mehrheit bei den KZVB-Wahlen

Der FVDZ in Bayern hat bei den KZVB-Wahlen sein Ziel, die Mehrheit in der Vertreterversammlung zu erreichen, nur knapp verfehlt. Die Auszählung der Stimmen, die Samstagabend endete, ergab 11 Sitze für den FVDZ und 13 Sitze für ZZB. Mit diesem Ergebnis endet für ZZB nach sechs Jahren die komfortable Zweidrittel-Mehrheit in der Vertreterversammlung der KZVB. Der FVDZ will als starke Opposition insbesondere ein kritisches Auge auf die Arbeit des KZVB-Vorstands werfen.

Sein Maximalziel hat der FVDZ in Bayern zwar nicht erreicht, dennoch ist Landesvorsitzender Dr. Jürgen Welsch (Hofheim) optimistisch, was die künftige Arbeit in der Vertreterversammlung anbelangt: „Natürlich bin ich enttäuscht. Wir haben einen langen, fairen und sachbezogenen Wahlkampf geführt. Obwohl wir die Anzahl unserer Wählerstimmen nahezu verdoppelt haben, hat es am Ende nicht ganz für den Freien Verband gereicht. Wir bedanken uns bei den Wählerinnen und Wählern für das Vertrauen und werden versuchen, diesem Vertrauensvorschub als starke Opposition konstruktiv-kritisch in der Vertreterversammlung gerecht zu werden. Hier wird es dem FVDZ in Zukunft um die Beschränkung der Machtbefugnisse des Vorstands gehen, die wir zugunsten einer starken Vertreterversammlung einzuschränken versuchen und natürlich darum, die Zahnarztpraxen in Bayern vor überbordender Bürokratie und schädlichen Selektivverträgen zu schützen.“

Bei der Auszählung hatte sich lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen der beiden Verbände FVZD und ZZB abgezeichnet – mit dem besseren Ende für ZZB. Letztere erhielten 52,4 Prozent der gültigen abgegebenen Stimmen, der FVDZ 46,5 Prozent. Die Gruppierung „Stop“ kam auf 1,1 Prozent. Die Wahlbeteiligung liegt bei 54,2 Prozent. Hier die neuen Delegierten für die Vertreterversammlung des Freien Verbandes in der Reihenfolge des Stimmenanteils:

1. Christian Berger (Kempten)

2. Dr. Rüdiger Schott (Sparneck)

3. Dr. Manfred Kinner (München)

4. Dr. Jürgen Welsch (Hofheim)

5. Dr. Rolf-Jürgen Löffler (Stephanskirchen)

6. Dr. Willi Scheinkönig (Nürnberg)

7. Dr. Reiner Zajitschek (Döhlau)

8. Dr. Andrea Albert (Eichstätt)

9. Dr. Christian Öttl (München)

10. Dr. Alexandra Reil (Tännesberg)

11. Dr. Andrea Jehle (Illertissen)

Dr. Jürgen Welsch: „Mein Glückwunsch geht an alle gewählten Kolleginnen und Kollegen. Ich freue mich auf einen konstruktiven Dialog in der Vertreterversammlung – diesmal aber auf Augenhöhe!“

Quellen: aktuelle Infos aus Bayern und B-W

www.adp-medien.de/cms/index.php?id=1159

http://www.zahn-forum.de/opencms/opencms/zahnaerzte/nachrichten/meldung_0043.html

http://www.kzvb.de/presse/presseinformationen-der-kzvb-2009/2010/presseinfo-26072010/

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