Wahl 2010: Die KZV – Wir haben nichts Besseres

Sehr geehrter Herr Kollege, sehr geehrte Frau Kollegin,

mit diesem Schreiben wenden wir uns speziell an die Kolleginnen und Kollegen, die erst seit wenigen Monaten oder Jahren die Kassenzulassung besitzen und somit relativ neue Mitglieder in der Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV- Berlin) sind.

Wir wissen aus eigener Erfahrung und aus vielen Gesprächen, dass fast jeder gerade in den ersten Jahren durch den beruflichen Alltagskampf in eine gefühlte Gegnerschaft zu dieser Körperschaft geraten muss. Die dann häufig auftretende innere Distanzierung vor dem Hintergrund einer Mischung aus Ärger und Unverständnis über die Entscheidungen und Beschlüsse der KZV ist so etwas wie Selbstschutz. Oft will man dann die Veröffentlichungen im Mittteilungsblatt der Zahnärzte ( MBZ ) und die Rundschreiben gar nicht lesen.

Unser Anliegen ist es, Ihnen die Bedeutung unserer doch noch weitgehend demokratisch strukturierten Körperschaft vor Augen zu führen. Die KZV ist ein Selbstverwaltungsorgan, das es dem Zahnarzt ermöglicht – wenn auch in immer enger werdenden Grenzen – Einfluss auf die eigenen Arbeitsbedingungen zu nehmen. Die gesetzlichen Vorgaben, denen das Agieren der Körperschaft unterworfen ist, sind darauf ausgerichtet, unsere Selbstbestimmung immer mehr einzuschränken. Deshalb muss es unser Bestreben ein, alle verfügbaren Spielräume auszunutzen und politisch an deren Erhaltung, Anerkennung und Sicherstellung zu arbeiten.

Unser KZV-Vorstand amtiert seit nunmehr fünf Jahren hauptamtlich, und es besteht nun noch mehr als zu Zeiten seiner Ehrenamtlichkeit die Gefahr, dass der Verwaltungsapparat der Körperschaft als verlängerter Arm der Gesundheitsverwaltung von unseren Interessen abgekoppelt wird. Die Vertreterversammlung der KZV ist das Parlament der Zahnärzte, das den Vorstand wählt, und dann die Arbeit dieses Vorstandes unterstützt, aber auch kontrolliert. Diese Rechte müssen von einer selbstbewussten Vertreterversammlung wahrgenommen und gegebenenfalls gegen Knebelungsversuche oder Verschleierungstaktiken durchgesetzt und verteidigt werden. Eine selbstbewusste und für die Zahnärzte engagierte Vertreterversammlung kann es aber nur geben, wenn sich möglichst viele Zahnärzte und Zahnärztinnen als Mitglieder der KZV fühlen und an der bevorstehenden KZV – Wahl 2010 beteiligen und so für demokratische Legitimation sorgen.

Die KZV – Berlin ist nicht nur der Geldempfänger der Krankenkassen, der das von Ihnen erarbeitete Honorar nach dem Honorarverteilungsmaßstab an Sie weiterleitet, sondern sie verwaltet die riesigen Geldsummen auch in vielerlei Weise. In diesem Verwaltungshandeln gibt es Handlungsspielräume, die es aber ausschließlich für die Interessen der Zahnärztegemeinschaft zu nutzen gilt und die von persönlicher Vorteilssuche frei zu halten sind. Darüber hinaus hat eine Körperschaft mit ihren Persönlichkeiten auch politische Einflussmöglichkeiten, die es ebenfalls zu Gunsten der Zahnärzte und der zahnheilkundlichen Versorgung zu nutzen gilt.

Wir stehen für diese Grundsätze ein und wollen Ihre Rechte auch in den nächsten Jahren verteidigen und ausbauen.

Die Vertreterversammlung ist die Vertretung aller Kassenzahnärzte. Stehen sie nicht abseits. Sorgen Sie für Ihre eigene Vertretung. Überlegen Sie, ob nicht DAZ / BUZ / Freie Liste – FL eher als die Skandal belastete aktuelle Führung eine ehrliche Vertretung Ihrer Interessen gewährleisten könnte.

Für DAZ / BUZ / Freie Liste- FL
mit kollegialem Gruß
Celina Schätze

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