Neues aus der …
Die Pressestelle der Zahnärztekammer Berlin steht den Medien jederzeit für Auskünfte und Unterstützung zur Verfügung, beteiligt sich jedoch nicht an Produktionen mit Ton- oder Bildaufnahmen, die ohne Zustimmung der betroffenen Personen erfolgen (z.B. “versteckte Kamera“). weiter
Kommentar:
Dies ist eine Selbstverständlichkeit und es sollte nicht extra betont werden müssen.
Hier handelt es sich auch nicht um einen Fernsehauftritt der Pressesprecherin der Zahnärztekammer Berlin.
Dr. Kesler äußerte sich in dem Fernsehinterview eindeutig als Mitglied des Vorstandes der Zahnärztekammer Berlin.
Eine wichtige Aufgabe der Zahnärztekammer liegt in der Überwachung der Berufsordnung zur Gewährleistung des Ansehens des Berufsstandes.
Es sind erst ein paar Wochen vergangen, seit der Präsident der Zahnärztekammer Berlin auf dem letzten Berliner Zahnärztetag die Ehrung eines Kollegen zum Anlass nahm, die Forderung nach Integrität und Kollegialität herauszustreichen und einzufordern.
Dr Schmiedel am 19. Januar 2010:
„Alle, die wir hier versammelt sind, erfahren tagtäglich, dass in den rauen Zeiten schwieriger werdender Verteilungskämpfe die Kollegialität mehr und mehr auf der Strecke zu bleiben scheint, nein: bleibt. Es ist bestimmt kein Zufall, (…), dass wir zur Zeit intensive Überlegungen zur Entwicklung eines neuen ethischen Kodex oder Wertekanons anstellen, um unserem Berufsstand nach innen und in der breiten Öffentlichkeit wieder das Ansehen zu verschaffen, welches er wahrlich verdient hat!”Mit dem von RTL ausgestrahlten Interview haben die Mitglieder des Vorstandes der Zahnärztekammer Berlin es leichtfertig zugelassen, dass sich Ihr Vorstandskollege auf durchsichtige Art und Weise und auf Kosten von Kolleginnen und Kollegen zu profilieren suchte. Dem Kollegen Weiß ist zu zustimmen wenn er feststellt: “Der gesamte Bericht hatte den Hintergrund Werbung für die Patientenberatungsstellen in Berlin zu machen und … für Herrn Dr. Kesler.”
Als “strenger Verfechter” des Genfer Gelöbnisses muss Dr. Schmiedel sich und seine Vorstandskollegen an den eigenen Ansprüchen messen lassen. Seiner Verantwortung für diesen ungeheuerlichen Vorgang, kann er sich nicht dadurch entziehen, dass er die Pressestelle der Zahnärztekammer erklären lässt, in Zukunft auf „Ton- oder Bildaufnahmen, die ohne Zustimmung der betroffenen Personen erfolgen (z.B. “versteckte Kamera“)“ zu verzichten. Das ist eine Banalität und demonstriert wie sehr verkündeter Anspruch und gelebte Wirklichkeit auseinanderfallen.
Vor ein paar Tagen haben wir beispielhaft verfolgen können, wie eine Persönlichkeit handelt, die erkennt, dass durch ihr Verschulden die Gefahr besteht, dass das Ansehen der von ihr vertretenen Institution schweren Schaden nehmen könnte. Sie ist zurückgetreten.
So viel Offenheit, Einsicht und Konsequenz wünschte man sich auch in unsereren zahnärztlichen Körperschaften.
Dr. H. Dohmeier-de Haan

Friday, 26. February 2010 9:44
[...] Unabhängigen Zahnärzten (BUZ) e. V., welche aufgepasst und vorstehende Informationen (hier und hier) zusammengetragen [...]