Der Vorstand des Verbandes der Zahnärzte von Berlin – ein Vorreiter der Aufklärung? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
Saturday, 28. June 2008 18:49
In der Ausgabe Nr. 5 /2008 schreibt der Vorstand des Verbandes der Zahnärzte von Berlin:
(…) Der Rechnungsprüfungsausschuss, welcher aus drei Zahnärzten besteht, die der Opposition angehören, hat für die Prüfung des Jahres 2005 Euro 15.958,00 an Sitzungsgeldern abgerechnet. Dabei sei nur am Rande darauf hingewiesen, dass für diese Prüfung in den Legislaturperioden davor deutlich unter Euro 1000,00 an Sitzungsgeldern durch die Mitglieder des RPA abgerechnet wurden. Ein Mitglied des heutigen Rechnungsprüfungsausschusses war auch seinerzeit bereits gewähltes Mitglied des RPA. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.(…)
Sehr geehrte Frau Kollegin Blumenthal-Barby,
sehr geehrter Herr Kollege Kopp,
sehr geehrter Herr Kollege Meyer,
sehr geehrter Herr Kollege Müller – Reichenwallner,
Es mag sein, dass Rechnungsprüfungsausschüsse früherer Legislaturperioden deutlich unter 1000,00 Euro an Sitzungsgeidern abgerechnet haben. Aber wurde da auch wirklich geprüft? Oder nur gemütlich bei einer Tasse Kaffee beisammen gesessen?
Nun hat der Rechnungsprüfungsausschuss für die Prüfung des Jahres 2005 keineswegs 15.958,00 Euro an Sitzungsgelder abgerechnet. Der Vorstand des Verbandes der Zahnärzte von Berlin sollte – auf eigene Kosten, bitte schön – einen Wirtschaftsprüfer engagieren. Der könnte ihm sicher sagen, wie Konten richtig zu lesen sind. Wenn Sitzungsgelder des Hauptausschusses und Sitzungsgelder des Rechnungsprüfungsausschusses in einem Konto zusammengefasst werden, summiert sich das nun einmal nicht zu Sitzungsgeldern des Rechnungsprüfungsausschusses. So ein Wirtschaftsprüfer könnte dem Vorstand des Verbandes dazu gewiss auch vorrechnen, dass der Nutzen die Kosten erheblich übersteigt, wenn ein Rechnungsprüfungsausschuss für seine tatsächlich zahlreich durchgeführten Prüfungen ca. 13.000,00 Euro abrechnet, wenn er dabei fehlerhafte Abrechnungen zu Lasten aller Kollegen in vielfacher Höhe aufdeckt. (Einmal ganz abgesehen davon, ob in diesem Zusammenhang eine solche Kosten-Nutzen Überlegung überhaupt angebracht ist.)
Die Vertreterversammlung hat den KZV-Vorstand dennoch entlastet – natürlich mit den
Stimmen des Verbandes der Zahnärzte von Berlin.
Warum dann noch ein Wirtschaftsprüfer – auf Antrag des KZV-Vorstandes, aber auf Kosten aller Kollegen – damit beauftragt werden muss, Fragen zu beantworten, die gar nicht zu seinem Aufgabenbereich gehören, und die allenfalls für einen Strafverteidiger von Interesse sein dürften, bleibt eine offene Frage.
Wer nicht auf den Kopf gefallen ist, der wird schon dahinter kommen…
Wie wäre es, wenn der Vorstand des Verbandes der Zahnärzte von Berlin allen Kolleginnen und Kollegen einmal mitteilt, ob die Beauftragung vor oder nach dem Beschluss der Vertreterversammlung in die Wege geleitet worden ist, und allen Kolleginnen und Kollegen auch den Umfang sowie die zu erwartenden Kosten für diesen für die KZV sinnfreien Auftrag korrekt nennt?
Er ist doch an Aufklärung interessiert, oder?
Mit freundlichen und kollegialen Grüßen
H. Dohmeier-de Haan
Thema: Vereine und Verbände | Kommentare (0) | Autor: Dr. Dohmeier
