Wednesday, 19. March 2008 23:13
Offener Brief
an Dr. Jörg-Peter Husemann,
Vorsitzender KZV Berlin
Sehr geehrter Herr Dr. Husemann,
bereits mit einer Presseerklärung vom 10.10.2007 monierte der DAZ, dass durch die Verweigerung einer bezahlten Veranstaltungsbeilage im Mitteilungsblatt Berliner Zahnärzte MBZ gegen ihn Zensur ausgeübt wurde.
Vergleichbare Beilagen anderer Verbände wurden nicht verweigert. Die damals empörte Antwort von Ihnen bezog sich auf einen angeblichen gemeinsamen Beschluss von Berliner Kammer und KZV, der generell das Einlegen von Beilagen zahnärztlicher Verbände im MBZ verbietet.
Sie warfen im gleichen Zusammenhang den der DV bzw. VV angehörenden Mitgliedern von DAZ und BUZ vor, dieses Verbot selbst nicht erinnert zu haben.
Längere Recherchen von DAZ und BUZ ergaben nun aber, letztlich abgesichert durch eine Information aus Ihrem Hause, dass es den von Ihnen behaupteten Beschluss schlichtweg nicht gibt. Ein älterer Beschluss bezog sich lediglich auf den Ausschluss redaktioneller Beiträge im MBZ durch einzelne Verbände, wohl um den damaligen Einfluss allein des Freien Verbandes auf die Körperschaftsmitteilungen zu unterbinden. Von Flyerbeilagen war aber nie die Rede.
Somit stellt es sich mangels einer von Ihnen mehrfach erbetenen klarstellenden Äußerung so dar, dass der Zensurvorwurf des DAZ voll und ganz berechtigt ist. Erschwerend kommt hinzu, dass Sie sogar den Versuch unternahmen, die für Sie peinliche Angelegenheit durch ungeprüfte, leichtfertige Behauptungen aus der Welt zu schaffen. Dieses Verhalten hat mit dem gerade von Ihnen in einer Führungsposition zu erwartenden kollegialen Umgang nicht das Geringste zu tun. Tatsächlich scheinen Sie in Kauf zu nehmen, dass die Sitten innerhalb unseres Berufsstandes unglaublich verrohen, und geben dazu selbst das schlechtest mögliche Beispiel.
Da eine Klärung des Sachverhaltes nun durch unsere eigenen Anstrengungen bereits vorliegt, haben die Mitglieder des DAZ Sie nur noch letztmalig aufzufordern, sich für diese ungerechtfertigte Diskriminierung unseres Verbandes in aller Form zu entschuldigen und diese Form des „kollegialen Umgangs“ ein für alle Mal zu beenden.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Eberhard Riedel, DAZ DAZ-Vorsitzender