Ein Briefwechsel und eine Stellungnahme
Thursday, 28. February 2008 0:04
Dr. XXXXKZV-Berlin Vorstand
Georg-Wilhelm-Str. 16 10711 BerlinBerlin, 31.01.2008Sehr geehrte Damen (?) und Herren, ich möchte auf ihre Stellungnahme reagieren.
Haben Sie eigentlich den “Tagesspiegelartikel gelesen. Wie mir scheint, haben Sie das nicht getan. Anders kann ich mir sonst nicht die sogenannte Stellungnahme erklären. Sie gehen nur auf die Vorwürfe ein, die sich mit den, auch meiner Meinung nach, unrechtmäßig erhaltenen Übergangsgeldern befasst. Sie sagen nichts zu dem Vorwurf, der von den von der Anwaltskanzlei White & Case teuer (von unseren Beiträgen) bezahlten ausgearbeiteten Dienstverträgen handelt. Sie sagen nichts zu den fälschlicherweise erhaltenen Sitzungsgeldern.
Sie sagen nichts dazu, dass Sie Ihre Arbeit, für die Sie bezahlt werden (von unseren Beiträgen), von anderen erledigen lassen (Fachreferate € 130000.-) Sie sagen nichts dazu, dass Belege fehlen (Zahlungsanweisungen für
Fortbildungsveranstaltungen, Reise- und Honorarkostenabrechnungen usw.) Sie sagen auch nichts zu den durch Sie bewilligten Geldern im Zusammenhang mit dem Festakt zum 65. Geburtstag des Präsidenten der KZVen.
Alles in Allem finde ich Ihre Stellungnahme lächerlich im Verhältnis zu den massiven Vorwürfen und ich hoffen, dass die damit befassten Rechnungsprüfer alles genau prüfen und alle unrechtmäßig erhaltenen Gelder zurückverlangen. Darüber hinaus hoffe ich, dass diese Art von Selbstbedienungsmentalität ein für alle Male aufhört.
Mit gar nicht so freundlichem Gruß!
Antwort des VORSTANDES der KZV Berlin
Frau
Dr. XXXXXXXX
Ihr Schreiben vom 31.01.2006
Sehr geehrte Frau Dr. XXX,
es fällt mir schwer zu glauben, dass Sie Zeitungsartikeln generell einen so hohen Wahrheitsgehalt unterstellen wie in diesem Falle. Warum eigentlich? Vielleicht wären Sie nachdenklicher geworden, wenn Sie in der VV am 3. Dezember anwesend gewesen wären.
Alle Kritikpunkte waren im Vorfeld dieser VV besprochen worden! Die detaillierte Stellungnahme des Vorstandes der KZV lag dem Rechnungsprüfungsausschuss (RPA) vor! Missverständnisse waren ausgeräumt . Trotz allem wurde der Bericht des RPA nicht korrigiert ! Eindeutige, dem RPA bekannte Fehler blieben Im Bericht stehen, so dass wir von vorsätzlichem Handeln ausgehen! Wer sonst, wenn nicht der noch amtierende (ehrenamtliche) Vorstand sollte sich Ende 2004 wohl um die Dienstverträge des hauptamtlichen Vorstandes, die dieser schließlich Anfang Januar 2005 unterschreiben sollte, kümmern? Wir hätten den Januar und eventuell den Februar auch ohne einen Vorstand verbringen Können, dann wäre aber niemand unterschriftsberechtigt gewesen für z.B. Ihre Abschlagszahlung, Ihre KBR – Abrechnung, Ihre PAR-Abrechnun0 oder die ZE-Abrechnung.
Wer sonst, wenn nicht eine Anwaltskanzlei, sollte wohl die Dienstvertrage entwerfen? So wie – logischer Weise – die beiden VV-Vorsitzenden Ihre Rechtsanwaltskanzlei mit der Prüfung der vorgelegten Verträge beauftragten !
Sie unterstellen, wir hätten fälschlicher Weise Sitzungsgelder erhalten. Ich bin nach wie vor der Überzeugung, wo es sich nicht um tatsächliche Rechenfehler handelt (einmal um 50, – €}, dass dieses Geld uns von Rechts wegen zustand. Allein um stundenlangen Diskussionen aua dem Wege zu gehen, haben wir diese Gelder zurückgezahlt (insgesamt bei mir ca. 700, – €). Sie behaupten, unsere Fachreferate verrichten die Arbeit, für die ich bezahlt werde. Sie werden nicht wirklich davon ausgehen, dass ich die Honorar-Abrechnung der KZV allein schaffen kann. Sie werden auch nicht ernsthaft der Ansicht sein, dass ich die Differenzen aus KFO und ZE mal eben so erledigen kann, um nebenbei auch die Schlichtung mit endlosen Telefonaten und das Öffentlichkeitsreferat noch mitzumachen.
Auch die VV war sich darüber im Klaren, dass ich das nicht schaffen kann, denn dies wusste die VV seit der konstituierenden Sitzung und vor der Beschlussfassung unserer Gehälter: Die Referate für KFO, für die Schlichtung und für die Öffentlichkeitsarbeit bleiben weiter bestehen. Wer etwas anderes behauptet, der lügt l
Es fehlen auch keine Belege, wie Sie auf Grund dieses Berichtes glauben! Der RPA wollte lediglich noch umfangreichere Unterlagen. Für Zahlungen, die einen durchlaufenden Posten darstellen, weil die Einnahmen aus den Fortbildungsveranstaltungen dagegen laufen.
Der 65. Geburtstag des Präsidenten der KZV Saarland war mit der Vorsitzenden der VV abgestimmt. Sie können gewiss sein, dass es mir an einem Wochenende wahrhaftig lieber wäre, mit meiner Familie zusammen zu sein, als am Freitag Abend mit dem Vorstand der KZBV eine Sitzung abzuhalten und am Sonnabend an einem offiziellen Festakt teilnehmen zu dürfen.
Wenn Sie das Alles als Selbstbedienung bezeichnen, finde ich das äußerst bedauerlich. Sie sollen an dieser Stelle dann aber auch zur Kenntnis nehmen, dass der gesamte Vorstand im Jahre 2005 weniger Sitzungsgeld abgerechnet hat, als der Rechnungsprüfungsausschuss im Jahre 2007 für die Prüfung des Rechnungsjahres 2005!Hochachtung:
Vorsitzender des Vorstandes
Die Stellungnahme des RPA lesen Sie bitte
Thema: Allgemein, KZV | Kommentare (0) | Autor: Dr. Dohmeier
