Beitrags-Archiv für die Kategory 'Versorgungswerk'

Aus der Traumfabrik oder: Traumfabrik vor dem Aus

Monday, 21. June 2010 19:08

In der Berliner Zahnärztezeitung, der Hauspostille des Verbandes der Zahnärzte von Berlin, hat der Direktor des Versorgungswerks der Zahnärztekammer Berlin, Ralf Wohltmann, unter der Überschrift “Haben Sie das vom VZB gehört??” einen Leitartikel veröffentlicht, selbstverständlich ohne damit für irgendwen Wahlkampf zu machen. Wahlkampf machen immer nur die Anderen.
Er dagegen informiert im Kampfblatt des Berliner Verbandes alle Mitglieder sachlich.
Zum Beispiel so:

“Das VZB nähert sich seinem 65. Geburtstag und kann auf eine Erfolgsgeschichte nicht nur zurück- sondern insbesondere auch voranblicken.

Erfolgsgeschichte in der Zukunft! Wenn das kein Wahlversprechen ist!

Damit diese Wahlversprechen geglaubt wird, muss er erstmal die Vergangenheit schönen: Das tut er mit Vergleichen aus dem Bereich der Medizin: In den Jahren 2000 und 2002 habe das Versorgungswerk einen Schnupfen gehabt, und davor eine Grippe.

Irgendwie scheint der Direktor dabei vergessen zu haben, warum damals eine Notoperation mit der 16 % igen Kürzung Ihrer Rentenanwartschaften vorgenommen werden musste. Haben Sie schon einmal davon gehört, dass bei Schnupfen eine Notoperation indiziert ist? Vielleicht sollte er mal ausrechnen, wie viele Medikamente gegen Schnupfen Sie davon hätten kaufen können, wenn Ihre Rente nicht um 16 % gekürzt würde.

Drei Mal dürfen Sie raten, worin das Fazit seines Artikels besteht: in einer Wahlkampf-strategie, die schon seit Adenauer bekannt ist: der Angstmache.
Das System sei gefährdet, wenn die Anderen nicht begriffen, dass sie “uns” nicht in der Öffentlichkeit kritisieren dürfen. Dann könnte das Versorgungswerk von der Politik oder anderen interessierten Kreisen geschluckt und Sie in die gesetzliche Rentenversicherung gezwungen werden! Welch Horrorfilm!

Fakt ist aber, dass das Versorgungswerk sein Finanzierungssystem gerade umgestellt hat, was sein Direktor so verbrämt: Das modifizierte Anwartschaftsverfahren bedeute letztlich das Gleiche wie das Anwartschaftsverfahren – unter Berücksichtigung eines Teils des so genannten ewigen Neuzugangs.

Fakt ist auch, dass der vom Versorgungswerk ins Internet gestellte Anwartschaftsrechner unverbindlich ist, was sein Direktor hier bestätigt, aber bei der Gebrauchsanweisung für den Anwartschaftsrechners im Internet zu erklären unterlassen hat.

Fakt ist: Die Behauptung, dass es dem Versorgungswerk gut gehe, ist unbelegt. Dass keine Deckungslücke entsteht, ist bei gut geführten Versorgungswerken eine Selbstverständlichkeit.

Da muss man sich doch fragen, wer in Wirklichkeit unter dem Deckmantel der Transparenz sachlich zu informieren vorgibt.
Wenn es dem Versorgungswerk weiterhin nur dann gut gehe, falls es in der Öffentlichkeit nicht mehr kritisiert werde, kann es mit seinen Gesundheitszustand und seinem Wohlbefinden jedenfalls auch jetzt nicht allzu weit her sein.

Komödien und Horrorfilme aus Hollywood sind out. Realistische Dokumentarfilme sind angesagt.

Dr. H. Dohmeier-de Haan

lesen Sie dazu bitte auch

“Nein, ich habe noch nichts vom Versorgungswerk gehört…..”

Thema: Allgemein, KZV Wahl 2010, Versorgungswerk | Kommentare (0) | Autor: Dr. Dohmeier

Versorgungswerk: Bestechlichkeit und Untreue in den eigenen Reihen….. in Hamburg

Thursday, 29. April 2010 23:24

(…) Dr. L. war stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der des Ver­wal­tungs­aus­schus­ses des ham­bur­gi­schen Rechts­an­walts­ver­sor­gungs­werks. Er nutz­te diese Funk­ti­on dazu aus, Teile des Ver­mö­gens des Ver­sor­gungs­werks in Form von Ren­ten­ver­si­che­rungs­ver­trä­gen bei dem Ver­si­che­rungs­un­ter­neh­men an­zu­le­gen. Im Ge­gen­zug er­hielt er auf Ver­an­las­sung des Be­zirks­di­rek­tors D. ver­deck­te Ver­mitt­lungs­pro­vi­sio­nen in Höhe von fast 2 Mio. €, die auf das Konto einer von der in den Tat­plan ein­ge­weih­ten Ehe­frau be­herrsch­ten Ge­sell­schaft über­wie­sen wur­den. (…)

Be­ste­chung im Rechts­an­walts­ver­sor­gungs­werk

Thema: Allgemein, Versorgungswerk, zahnärztliche Selbstverwaltung allgemein | Kommentare (0) | Autor: Dr. Dohmeier

Apobank: nicht nur bei den Finanzinstrumenten gibt es höhere Abschreibungen als gewöhnlich

Saturday, 17. April 2010 4:59

MVZ machen Apobank Probleme

Thema: Allgemein, Versorgungswerk | Kommentare (0) | Autor: Dr. Dohmeier

Was man Sie über Ihre Rente nicht wissen lassen will, Sie aber besser wissen sollten. (Teil 2)

Monday, 5. April 2010 0:45

Im Geschäfts- und Lagebericht des Versorgungswerks der Zahnärztekammer Berlin zum Jahresabschluss 2008 führen dessen Vorsitzender Albert Essink (Freier Verband Deutscher Zahnärzte) und dessen stellvertretender Vorsitzender, Dr. Ingo Rellermeier (Verband der Zahnärzte von Berlin) auf Seite 9/13 aus:

„Die Bescheide über die mitzuteilenden beitragsfreien Anwartschaften aus den Beiträgen bis 2007 wurden bei Erstellung dieses Berichtes im Kalenderjahr 2009 bereits versandt. Der satzungsgemäß vorgesehene Versand der Anwartschaftsmitteilungen aus den bis 31.12.2007 erworbenen Anwartschaften, verbunden mit der notwendigen Beitragsübersicht, wird zu einem entsprechenden Abschluss des bisherigen Berechnungssystems führen und für die Mitglieder die entsprechende Planungssicherheit aus den historischen Daten bringen. Neben der Möglichkeit, individuelle Berechnungen beim VZB abzufordern, besteht seit dem Berichtsjahr auch die Möglichkeit, eigene Berechnungen mit dem Anwartschaftsrechner auf der Website des Versorgungswerkes vorzunehmen, was bereits mehrere hundert Mal genutzt wurde.“

  • Abschluss des bisherigen Berechnungssystems?
  • Planungssicherheit aus den historischen Daten?
  • Eigene Berechnungen mit dem Anwartschaftsrechner?

Dem Kollegen Jürgen Herbert (Kammerpräsident in Brandenburg, VNZB) hat meine Mitteilung vom 20. März 2008, dass mit der Satzungsumstellung zum 01.01. 2008 die Finanzierungsgrundlage unseres Versorgungswerks gewechselt worden ist, offenbar missfallen. Warum?

Die von mir angegebene Tatsache kann er nicht bestreiten, denn sie wird mit den Worten „Abschluss des bisherigen Berechnungssystems” von den Verantwortlichen im Versorgungswerk im Geschäfts- und Lagebericht für das Jahr 2008 selbst bestätigt.
Was „eigene Berechnungen mit dem Anwartschaftsrechner“ wert sind, und was sich hinter den Worten „Planungssicherheit aus den historischen Daten“ verbirgt, lässt sich besser verstehen, wenn man die Erklärungen zu den Stichworten „Anwartschaft“ und „Beitragsfreie Anwartschaft“ aus dem Internet – Lexikon der Altersversorgung der Ärztekammer Hamburg zu Rate zieht:

Anwartschaft
Solange das Mitglied noch nicht in die Rente eingewiesen ist, besteht eine Rentenanwartschaft beim Versorgungswerk. Die Höhe der voraussichtlichen Altersrente wird jährlich mitgeteilt. Diese ist nicht garantiert, sondern wird nur unter bestimmten Annahmen tatsächlich erreicht. Zu diesen Annahmen gehört im Wesentlichen, dass das Versorgungswerk stets eine Verzinsung oberhalb des Rechnungszinses erreicht sowie dass das Mitglied bis zum Renteneintritt durchschnittlich denselben Prozentsatz des allgemeinen Versorgungsbeitrags zahlt wie während der bisherigen Mitgliedschaft.

Beitragsfreie Anwartschaft
Wechselt ein Mitglied des Versorgungswerks in einen anderen Kammerbereich und wird nach dem Lokalitätsprinzip Pflichtmitglied des dortigen Versorgungswerks ohne Überleitung der bisher gezahlten Beiträge, so behält es eine beitragsfreie Anwartschaft beim bisherigen Versorgungswerk. Dasselbe gilt, wenn das Mitglied seine ärztliche Tätigkeit einstellt. Die voraussichtliche Altersrente ist bei der beitragsfreien Anwartschaft niedriger als zuvor, da die in die bisherige Anwartschaft eingerechneten zukünftigen Beiträge entfallen. Dafür entsteht gegebenenfalls eine zusätzliche Anwartschaft bei dem neuen Versorgungswerk.

Danach sind eigene Berechnungen mit dem Anwartschaftsrechner vergebliche Liebesmüh, es sei denn Sie glauben, dass diejenigen, die den Rechnungszins seit dem Jahr 2000 schon vier Mal nicht erreicht haben, ihn in Zukunft immer erreichen werden, Ihr Beitrag zum Versorgungswerk prozentual stets gleich bleibt und die Satzung des Versorgungswerks nie wieder geändert wird.

Und „Planungssicherheit aus historischen Daten“ bedeutet danach nichts anderes als: Sie können sicher damit planen, dass Ihre voraussichtliche Altersrente aus Ihren bis Ende 2007 eingezahlten Beiträgen zum Versorgungswerk niedriger ausfallen wird, als sie nach dem „bisherigen Berechnungssystem“ ausgefallen wäre.

Haben Sie sich, liebe Kolleginnen und Kollegen, schon einmal gefragt, warum die Verantwortlichen im Versorgungswerk es für nötig befunden haben, das bisherige Berechnungssystem Ihrer Altersversorgung aufzugeben und Ihre bis zum Jahr 2007 gezahlten Beiträge in beitragsfreie Anwartschaften umzuwandeln? Nein?
Verstehen Sie, liebe Kolleginnen und Kollegen in Brandenburg, warum der Kollege Herbert sich so aufregt? Fragen Sie nach. Es geht schließlich um Ihre Rente.

Mit freundlichen Grüssen

Für die BUZ
Dr. Helmut Dohmeier-de Haan

Thema: Allgemein, Versorgungswerk | Kommentare (0) | Autor: Dr. Dohmeier

Was Sie schon immer über Ihre Rente wissen wollten, aber nie zu hören bekamen (Teil 1)

Tuesday, 30. March 2010 17:26

Auf der Internet-Seite des Versorgungswerks stellt dessen Direktor, Rolf Wohltmann, das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin dar. Er schreibt:

Wesentliche Bedeutung für die Entwicklung des Versorgungswerkes entfaltet das zugrundeliegende versicherungsmathematische Finanzierungsverfahren. Die überwiegende Zahl der berufsständischen Versorgungseinrichtungen (wird) im sogenannten offenen Deckungsplanverfahren finanziert, der kleinere Teil – im wesentlichen länger bestehende Versorgungswerke – im Anwartschaftsdeckungs-verfahren. Beiden Finanzierungssystemen ist gemeinsam, dass ein „Deckungsstock“ gebildet wird, in dem die eingezahlten Beiträge verzinslich angesammelt werden. Während die gesetzliche Rentenversicherung ein lupenreines Umlageverfahren fährt, also lediglich eine minimale Schwankungsreserve als sogenannte Sicherheitsrücklage vorweist, setzt das im modifizierten Anwartschaftsdeckungsverfahren finanzierte VZB auf die Kapitaldeckung zur langfristigen Sicherstellung der Versorgungsansprüche.

Das ist nicht falsch. Aber es ist nur die halbe Wahrheit.
Das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin wird nämlich erst seit der Satzungsänderung zum 01. Januar 2008 offiziell im modifizierten Anwartschaftsdeckungsverfahren finanziert.

„Mit der zum 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Satzung war es möglich, …die Mitglieder in ein neues Beitrags- und Leistungssystem zu überführen, …“ (aus dem Geschäfts- und Lagebericht des Versorgungswerks der Zahnärztekammer Berlin zum Jahresabschluss 2007, unterzeichnet von dessen Vorsitzenden Albert Essink (Freier VerbandDeutscher Zahnärzte) und dessen stellvertretenden Vorsitzenden, Dr. Ingo Rellermeier (Verband der Zahnärzte von BerlinBerliner Verband), S. 13)

Von seiner Gründung zum 01.10 1965 bis ins Jahr.2007, also mehr als 4 Jahrzehnte lang, ist das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin gerade nicht in einem modifizierten Anwartschaftsdeckungsverfahren finanziert worden, sondern in einem lupenreinen Anwartschaftsdeckungsverfahren.

Haben Sie sich, liebe Kolleginnen und Kollegen, schon einmal gefragt, warum die Verantwortlichen im Versorgungswerk es für nötig befunden haben, die Finanzierungsgrundlage Ihrer Altersversorgung zu wechseln? Nein? Wenn nicht, dann tun Sie das bitte jetzt. Es geht um Ihre zukünftige Rente!
(Und lassen Sie sich dabei nicht hinter die Fichte führen. Wenn das Versorgungswerk auf die Kapitaldeckung nur „setzt“, sagt dies nichts darüber aus, in welcher Höhe Ihre Anwartschaften und Renten gedeckt sind.)

Mit freundlichen kollegialen Grüßen

Für die BUZ
Ihr Dr. Helmut Dohmeier – de Haan

Wenn der Brandenburgische Kammerpräsident zur Feder greift  -  Ein Briefwechsel

Thema: Allgemein, Versorgungswerk | Kommentare (2) | Autor: Dr. Dohmeier

Hohle Köpfe nicken leichter

Wednesday, 24. March 2010 12:47

Sehr geehrter Herr Kollege S.,

auf der Tagesordnung der VV vom 20.03. soll unter dem Tagesordnungspunkt 3. über das Geschäftsjahr 2009 berichtet werden. Bisher habe ich zu diesem Tagesordnungspunkt keine weiteren Unterlagen erhalten. Zur Vorbereitung auf die Sitzung ist es unabdingbar, dass [...]

Thema: Allgemein, Versorgungswerk, Zahnärztekammer | Kommentare (1) | Autor: Dr. Dohmeier

Ärztliche Selbstverwaltung

Sunday, 21. March 2010 13:08

oder: Woran es in den Berliner zahnärztlichen Körperschaften krankt

Aus: Ärztliche Selbstverwaltung an der Schwelle zum 21. Jahrhundert (J. Taupitz)

“Selbstverwaltung bedeutet Machtausübung, berührt also die Frage der Gewaltenteilung und verlangt nach Machtkontrolle und Machtbegrenzung sowohl nach innen wie nach außen. (…) deshalb muss es die Möglichkeit der gerichtlichen Kontrolle von Kammerentscheidungen geben, auch wenn dies manchmal unbequem ist; und deshalb müssen auch im Standesinneren demokratische Strukturen vorhanden und ein ausreichender Minderheitenschutz gewährleistet sein.  (weiter) [...]

Thema: Allgemein, KZV, Versorgungswerk, Zahnärztekammer | Kommentare (1) | Autor: Dr. Dohmeier

Wo fehlts uns denn

Thursday, 11. February 2010 23:19

Die Apobank verunsichert Ihre Kunden.

“Unsere Standesbank” ist eben doch nur eine Bank wie viele andere… Aber wenn Genosse  Schmiedel (natürlich in Wahrnehmung seines Amtzes als  Kammerpräsident) auf dem Neujahrsempfang mit dem Apobank Vorstand mal ein Gläschen schlürft, dann brauchen wir uns ja keine Sorgen mehr zu machen. Man hat ihm fest versprochen…..usw.usw.  Na dann!  Prösterchen !

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Thema: Allgemein, Versorgungswerk | Kommentare (0) | Autor: Dr. Dohmeier

New Yorker Investoren geben ganzes Stadtviertel auf

Wednesday, 3. February 2010 18:47

 

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Thema: Allgemein, Versorgungswerk | Kommentare (0) | Autor: Dr. Dohmeier

Bayern ist ja so weit weg…..

Tuesday, 2. February 2010 9:09

Dem Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin ist in 2008 “das Erreichen der notwendigen Verzinsung, die zur Sicherstellung der Versorgungsansprüche erwirtschaftet werden muss, nicht gelungen. Das Vermögen war (…) im Berichtszeitraum (…) mit einer Bruttoverzinsung von 4,52 % bzw. einer Effektivverzinsung von 0,05 % angelegt.”

www.orh.bayern.de/files/Jahresberichte/2008/Landtag/08-21.pdf

hier den ganzen Bericht lesen

Thema: Allgemein, Versorgungswerk | Kommentare (0) | Autor: Dr. Dohmeier